Zwischenstopp im Mittelalter: Montemerano

5/5 (1)

Wer die Maremma besucht, kommt an den berühmten Thermen von Saturnia natürlich nicht vorbei. Wenn man von Süden (Manciano) oder von Westen (Grosseto) aus nach Saturnia fährt, passiert man einen winzigen Ort namens Montemerano, für den es sich eigentlich kaum zu bremsen lohnen würde – wenn sich in dem Kaff nicht der vielleicht besterhaltene mittelalterliche Ortskern Italiens verbergen würde.

Statt also nach dem Ortsschild der Rechtskurve nach Saturnia zu folgen, biegt man links Richtung Ortsmitte ab, parkt und nimmt sich eine halbe Stunde Zeit, das Dorf zu Fuß zu erkunden, bevor man sich in die türkisblauen, dampfenden Fluten von Saturnia stürzt.

Kunstwerk mit Katzentür
Bedeutende Kunstschätze hat das das 400-Einwohner-Dorf zwar nicht zu bieten. Die noch nennenswerteste Sehenswürdigkeit in dieser Hinsicht ist die Kirche San Giorgio, die einige schöne Fresken und Tafelbilder enthält. Von diesen ist die „Madonna della Gattaiola“ zumindest das kurioseste. Wer sich über das kreisrunde Loch im Kleid der Madonna wundert, sollte wissen, dass das Kunstwerk zeitweise als Tür zweckentfremdet wurde, inklusive Schlupfloch für Katzen.

Aber wer braucht schon prächtige Bauwerke und prunkvolle Kunstwerke, wenn doch der ganze mittelalterliche Ortskern eine einzige Sehenswürdigkeit ist? Der ist nämlich beinahe so erhalten, wie ihn die Aldobrandeschi (ein Geschlecht von Feudalherren, das seinerzeit praktisch die ganze Maremma beherrschte) im 13. Jahrhundert geschaffen haben. Klickt auf die Bilder und seht selbst:

Und wer sich sattgesehen hat: Viel Spaß beim Baden in den Thermen von Saturnia!

0 1 2 3 4 5

0
Markiert mit , , , , , .Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*