Maremma-Urlaub im Sommer: 7 Tage, 7 Ausflüge

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Weite Sandstrände, schroffe Felsküsten, heiße Thermalquellen, archäologische Ausgrabungen, mittelalterliche Burgen, verschneite Berggipfel,… Der Süden der Toskana hat eine unheimlich reiche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Damit ihr vor lauter Geheimtipps nicht den Überblick verliert, haben wir die besten für jede Jahreszeit zusammengestellt. Hier unser Vorschlag für eine perfekte Sommerwoche in der Maremma:

Parco Naturale della Maremma

Foto: Svetlana Aleksandrova

1. Tag: Parco Naturale della Maremma
Da, wo sich Fuchs und Wildschwein gute Nacht sagen. Im Naturpark von Alberese leben Wildpferde, Wildkühe, Wildschweine, Füchse und Dutzende von Vogelarten und sorgen für Safari-Feeling mitten in der Toskana. Die Krönung des Ausflugs: Baden am charmant verwilderten Strand von Alberese.

 

 

 

 

Orbetello, Toskana

2. Tag: Orbetello und Monte Argentario
Drei Landzungen verbinden die Halbinsel Monte Argentario mit dem Festland und bilden die Lagune von Orbetello, ein Gemisch von Süß- und Salzwasser. Auf der mittleren Landzunge befindet sich die Stadt Orbetello. Dort in der Fußgängerzone Eis kaufen und unters Volk mischen. Dann weiter über die Landzunge mit grandiosem Ausblick mitten durch die Lagune fahren zum Monte Argentario. Dort zum Baden an die Felsstrände von Porto Ercole. Und am Abend durch die Gassen des Hafenstädtchens schlendern.

 

Pitigliano

3. Tag: Pitigliano plus Sovana oder Sorano
Kleine Pause von Strand und Meer. Das Städtchen Pitligliano ist teilweise auf, teilweise aus Tuffstein gebaut. Auf dem Aussichtspunkt „Madonna delle Grazie“ unbedingt ein Foto machen. Dann die kleinen Handwerksgeschäfte in Pitigliano besuchen und das jüdische Viertel besichtigen. Am Nachmittag noch einen Abstecher nach Sovana oder Sorano machen, Pitiglianos „kleine Schwestern“ im Tuffsteingebiet. Wenn die Sommerhitze zu unerträglich wird, in die vie cave flüchten und sich über die mysteriösen Tuffsteinwege der Etrusker wundern.

Insel Giannutri4. Tag: Insel Giglio oder Giannutri
Schon die Anreise ist ein Erlebnis. Die Fähren fahren von Porto Santo Stefano ab, neben Porto Ercole der größte Ort des Monte Argentario (siehe 2. Tag). Es geht über tiefblaues Wasser, das türkis wird, sobald man sich der Küste der Inseln Giglio oder Giannutri nähert. Giglio ist die bekanntere und größere von beiden und bietet sich sowohl für Badespaß als auch für Spaziergänge durch die drei Orte der Insel an. Giannutri dagegen ist unbewohnt und nahezu „unberührt“. Ein Highlight sind die Reste eines römischen Bauwerks mitten am Badestrand. Wer sich zwischen den Inseln nicht entscheiden kann, kann in Porto Santo Stefano auch eine Inselrundfahrt buchen.

Talamone

5. Tag: Talamone
Vielleicht der winzigste Strand der Toskana. Liegestuhl mieten und dann zu Füßen der spanischen Festung zwischen den schroffen Felsen umherschwimmen – oder sich von ihnen ins aufgewühlte Meer stürzen. Am Nachmittag den Festungshügel erklimmen und die Aussicht übers Meer genießen. Durch die Altstadt von Talamone zurück zum Parkplatz am Hafen laufen und dabei noch ein Eis mitnehmen.

 

 

 

Grosseto Stadtmauern

Foto: koinoo.wordpress.com

6. Tag: Grosseto
Ein Tag in der Hauptstadt der Maremma. Die Stadtmauern Grossetos gehören zu den wenig vollständig erhaltenen in Italien; zudem kann man auf ihnen die komplette Altstadt umrunden. Die vielen Pinien und Palmen betonen das mediterrane Flair und spenden zudem immer genug Schatten. Dann runter in die Innenstadt und auf dem „corso“ (Fußgängerzone) ein Stück Pizza holen und den Dom besichtigen. Donnerstag- und samstagmorgen ist Markt auf dem großen Parkplatz südlich der Mauern. Abends gibt es im Sommer oft Feste und andere Veranstaltungen in der Innenstadt.

 

Cala Violina 37. Tag: Cala Violina
Der romantischste Strand der ganzen Toskana, ach was, ganz Italiens! Wenn er im Sommer nur nicht so überlaufen wäre! Also am besten möglichst früh am Morgen hinfahren, dann hat man auch noch was von dem „Sand mit Geigenklang“. Und nicht von den zwei Kilometern Fußweg vom Parkplatz bis zum Strand abschrecken lassen, sondern lieber den Duft der toskanischen „Macchia“ genießen. Das Bad in Cala Violina ist die Mühe wirklich wert.

Noch ein Tipp fürs Abendessen: Pizzerien und Restaurants gibt es natürlich überall, aber am authentischsten speisen kann man auf einer „sagra“ (wann und wo diese „Fressfeste“ stattfinden, erfahrt ihr im Eventkalender).

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9 Responses to Maremma-Urlaub im Sommer: 7 Tage, 7 Ausflüge

  1. Giovanni sagt:

    Hat dies auf Giovanni Racconta rebloggt und kommentierte:
    Eine wunderbare Idee seinen Sommerurlaub zu verbringen oder für eine schnelle Spritztour mit einem alten Alfa Romeo! Vor Allem Grosetto mit der herrlichen Altstadt gilt es immer wieder neu zu entdecken.
    Vielen Dank für diesen wunderbaren Bericht von Maremma Geheimtipp

  2. paleica sagt:

    ich bin begeistert. ich liebe ja italien und die toskana ist wunderschön. das klingt alles nach einer ganz tollen woche, wirklich schöne tipps hast du da zusammengestellt!

  3. rotewelt sagt:

    Da hast du mit der Cala Violina (was für ein schöner Name) einen Geheimtipp verraten, hört sich wirklich romantisch an. Ich kenne den wilden Strand von Alberese, den man im Oktober auch für sich allein hat, sehr schön und urtümlich, man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Was ist eigentlich aus Sorano geworden? Ich war dort zuletzt in den 90ern, glaube ich, und damals wurden viele der schönen alten Häuser saniert – ich hoffe, im originalen Stil…?

  4. Ohne jeden Zweifel ist Italien die perfekte Wahl für einen interessanten Urlaub! Es hat eine Menge zu bieten, vor allem diese Regionen.

  5. Anonymous sagt:

    Und was ist mit Niki de St. Phalle????????????????

  6. Den Giardino dei Tarocchi von Niki de St. Phalle kann man natürlich gerne am achten Tag besuchen … mehr Infos hier: http://maremmageheimtipp.wordpress.com/2013/01/18/giardino-dei-tarocchi-niki-de-saint-phalles/

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