Maltagliati sind ein willkommenes Nebenprodukt beim Pasta-Selbermachen. Die unregelmäßigen Nudeln sind einfach herzustellen und schmecken köstlich – etwa mit Sardellen und einem raffinierten Bohnen-Basilikum-Mandel-Pesto.

Penne, Fusilli, Spaghetti, Pappardelle, Tagliatelle,… es gibt eine schier unendliche Vielfalt an Pasta-Formen in Italien. Und es gibt die Maltagliati, wörtlich die „schlecht Geschnittenen“, denn diese Nudeln haben gar keine bestimmte Form. Tatsächlich werden sie gar nicht eigens produziert, sondern sind nur ein Nebenprodukt anderer Pasta-Varianten. Denn wenn man Pasta von Hand zubereitet, bleiben unregelmäßige Zuschnitte und Randstücke übrig, mit denen man sonst nichts anfangen kann. Diese werden nach Belieben noch ein wenig kleiner geschnitten, bis halbwegs gleich große Nudeln entstehen. Aus naheliegendem Grund heißen diese Maltagliati.
Ideal für Anfänger im Nudelmachen
Der Vorteil, wenn man Pasta selber macht und noch nicht ganz so viel Übung hat: Maltagliati gelingen immer – schließlich gibt es keine „korrekte“ Form. Die Maltagliati sind in der Toskana und ganz Mittelitalien weit verbreitet, weil man hier gerne Tagliatelle (Bandnudeln) isst, und beim In-Streifen-Schneiden der ausgerollten Pasta typischerweise Randstücke übrigbleiben.

Wie alle italienischen Nudeln kann man die Maltagliati mit unterschiedlichen Soßen zubereiten. Ein Rezept, das uns besonders schmeckt, sind „Maltagliati alici e fagiolini“ – Maltagliati mit Sardellen und grünen Bohnen. Genauer gesagt handelt es sich um ein Pesto aus grünen Bohnen, Basilikum und Mandeln sowie panierte Sardellen.
Rezept: Maltagliati mit Sardellen und Bohnen-Basilikum-Mandel-Pesto
Zutaten (für 4 Personen)
- 300 g Hartweizenmehl
- 3 Eier
- 300 g grüne Bohnen
- 60 g Mandeln
- 6 EL Olivenöl
- 200 g eingelegte Sardellen (etwa im Glas)
- 225 g Basilikum
- 4 EL Semmelbrösel
- Chili nach Belieben (als fertiges Gewürz oder in Schoten)
- Salz nach Belieben
Zubereitung
Pastateig zubereiten aus Mehl und Eiern. Den Teig zu einer dünnen Platte ausrollen und in unregelmäßige Rauten mit einer Seitenlänge von etwa 4 cm schneiden, um die Maltagliati zu erhalten.

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Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die grünen Bohnen 10 Minuten darin kochen. Die Bohnen aus dem Wasser nehmen und die Hälfte davon zusammen mit den Mandeln, 4 Esslöffeln Olivenöl und dem Basilikum pürieren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht – das Pesto. Dieses beiseite stellen. Die anderen Hälfte der Bohnen in kleine Stücke schneiden.
Die Semmelbrösel mit dem (gehackten) Chili und 2 Esslöffeln Olivenöl vermengen, um eine Panade zu erhalten. Die Sardellenfilets auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit der Panade bestreuen und bei 200 °C 10 Minuten lang im Ofen backen. Da eingelegte Sardellen praktisch immer sehr salzig sind, benötigt ihr übrigens kein extra Salz im Pesto!
Die Maltagliati in reichlich Salzwasser 3-4 Minuten lang kochen (frisch gemachte Pasta hat eine sehr kurze Garzeit!). Die Nudeln mit einem Schaumlöffel abschöpfen und mit dem Pesto vermengen. Dann mit den in Stücke geschnittenen Bohnen und den knusprigen Sardellen anrichten. Nach Wunsch mit ein paar Mandeln und Basilikum-Blättern dekorieren. Sofort servieren.
Buon appetito!

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