Toskana-Urlaub auf die urige Art: Agriturismo

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Wer in der Maremma Urlaub macht, nächtigt sehr wahrscheinlich in einem sogenannten „Agriturismo“. Das liegt zum einen sicherlich am Angebot – der Großteil der angebotenen Unterkünfte sind nun mal Agriturismi – zum anderen an dem authentischen Urlaubserlebnis, das in dieser Art von Herberge geboten wird.

Urlaub im Agriturismo

Entspannen in Kontakt mit der Natur – hier im Agriturismo „Le Gerlette“

Was ist eigentlich ein Agriturismo?
Agriturismo ist eine Wortschöpfung aus „agricolo“ (landwirtschaftlich) und „turismo“ (Tourismus, klar!). Auf deutsch könnte man den Begriff wohl am ehesten mit „Ferien auf dem Bauernhof“ übersetzen. Und tatsächlich handelt es sich bei den Agriturismi schlicht um Bauernhöfe, die zu Ferienanlagen aus- oder umgebaut wurden. Seit den 1970er-Jahren wird dieses Konzept auch von politischer Seite aktiv (soll vor allem heißen: finanziell) gefördert. Heutzutage fallen allerdings die unterschiedlichsten Strukturen unter „Agriturismo“: vom landwirtschaftlichen Betrieb, bei dem die Bauernfamilie zwei Zimmer an Feriengäste vermietet bis hin zur Hotel-ähnlichen Anlage mit Swimmingpool, SPA-Bereich und Freizeitprogramm, die mit einem Bauernhaus allenfalls noch die Fundamente gemeinsam hat. Dementsprechend groß ist die Preisspanne: Man findet eine Ferienwohnung ebenso für 400 wie für 1.200 Euro pro Woche. Die meisten Agriturismi setzen auf Selbstversorgung, einige bieten aber auch Frühstück oder sogar Halbpension an.

Gemeinsam ist allen Agriturismi aber die ländliche Lage, der Kontakt mit Einheimischen (deren Tipps tausendmal mehr Wert sind als jeder Toskana-Reiseführer) und oft auch mit Tieren. Auf vielen der Anlagen gibt es Rinder, Schweine, Pferde, Schafe oder Hühner. Andere Agriturismi-Betriebe sind in einem Weinberg oder Olivenhain (oder beidem) gelegen. In diesen Fällen ist ein Urlaub im September zur Weinlese oder Ende November/Anfang Dezember zur Olivenernte besonders reizvoll. Wer lang genug bleibt, kann dann fest damit rechnen, das frischgepresste Olivenöl oder den „Novello„-Wein kosten zu dürfen.

Überhaupt ist es eine gute Idee, im Agriturismo zu speisen – die meisten Unterkünfte bieten Abendessen („cena“) an oder haben gleich ein Restaurant mit dabei. Hier kann man sicher sein, landestypisch und vergleichsweise günstig zu essen. Logischerweise kommt in erster Linie das auf den Tisch, was im Betrieb angebaut wird und zur jeweiligen Jahreszeit gerade reif ist.

Vor allem für einen Familienurlaub mit Kindern ist ein Agriturismo die denkbar geeignetste Unterkunft: Die Kleinen haben Kontakt zu Natur und Tieren – und auf den mehrere Hektar großen Agrarbetrieben ausreichend Auslauf.

Auf unserer Maremma-Karte sind einige empfehlenswerte Agriturismi verzeichnet.

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One Response to Toskana-Urlaub auf die urige Art: Agriturismo

  1. Sie wählte ein wunderbarer Ort, Glückwunsch! Es hat eine Menge zu bieten und die Landschaft ist absolut erstaunlich.

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