Die Insel Capraia, ein Kleinod des Toskanischen Archipels

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Der Toskanische Archipel umfasst die sieben Inseln Elba, Giglio, Giannutri, Montecristo, Capraia, Pianosa und Gorgona und ist das ausgedehnteste Meeresschutzgebiet Europas. Elba ist die mit Abstand größte und bekannteste Insel des Archipels und quasi ein Urlaubsziel für sich.

Insel CapraiaDas wesentlich kleinere Eiland Capraia liegt ein gutes Stück nordwestlich von Elba (bereits näher an Korsika als am italienischen Festland!) und beeindruckt vor allem durch die wilde Schönheit seiner Natur.

Insel Capraia

Blick von der Festung „Forte San Giorgio“

Der einzige Ort heißt wie die Insel selbst „Capraia Isola“ und zählt gerade einmal 410 Einwohner. Dieser ist schnell zu Fuß durchmessen, bietet aber mit Bank, Post, Restaurants und Hotels die nötigsten Services des Touristendaseins. Ohnehin sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nicht im Ort zu finden, sondern mitten in der Natur: eine steile, zerklüftete Felsküste; tiefblaues, zur Küste hin türkises Wasser; und eine raue, hügelige Landschaft mit niedrigem, immergrünem Bewuchs. Sogar einen kleinen See gibt es, den sogennanten „Stagnone“, wegen seiner Artenvielfalt an Vögeln ein beliebter Beobachtungspunkt für Ornithologen.

Insel Capraia

Begegnungen der wilden Art beim Wandern nahe des Sees „Stagnone“

Sehr beeindruckend ist die „Cala Rossa“, die „rote Bucht“ am Südende der Insel: Dort bildet ein kurzer rostroter Küstenabschnitt einen bizarren Kontrast zu den ansonsten hellgrauen Felsen und dem türkisen Wasser. Die „Cala Rossa“ ist nichts weiter als der Überrest des  Vulkankegels, dessen Ausbruch vor rund 9 Millionen Jahren die Insel formte. Am westlichen Ende der Bucht ragt ein alter Wehrturm auf, der noch aus den Zeiten stammt (16. Jh.), als Capraia zu Genua gehörte statt zur Toskana. Hier ein paar Impressionen von der „Cala Rossa“:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=Xfa0hUKZVZ8]

Neun Wanderwege führen kreuz und quer über die Insel zu den schönsten Flecken. Außer den schon genannten gäbe es da die Festung „Forte San Giorgio“ (ebenfalls von den Genuesen errichtet) östlich des Hafens und den Aussichtspunkt „Bellavista“, von dem aus man unter anderem die Inseln Elba und Gorgona sowie die Küste des Festlands ausmachen kann.

Insel Capraia

Mindestens genau so schön ist es, Capraia vom Wasser aus zu erkunden. Dazu bucht man eine Fahrt im BootRais Dragut II“ (Reservierung per  Tel. 0039 345 4104238 oder E-Mail raisdragut@gmail.com) . Highlights des Ausflugs sind ein Badeaufenthalt vor der Küste sowie die Besichtigung der Höhlen Capraias, die nur vom Wasser aus zugänglich sind.

Insel Capraia

Die Höhlen von Capraia vom Wasser aus gesehen

Natürlich kann man auch ohne Bootsfahrt auf Capraia baden. Sehr schön sind zum Beispiel die sandige „Cala della Mortola“ im Nordosten oder, etwas weiter südlich die felsige „Cala dello Zurletto“.

Zu erreichen ist Capraia mit den täglich ab Livorno verkehrenden Fähren von Toremar (Abfahrtszeiten und Preise hier).

Fotos: Monika Privitera Akinom

Lust auf Meer? Hier findet ihr unsere Dauer-Favoriten unter den südtoskanischen Stränden.

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3 Responses to Die Insel Capraia, ein Kleinod des Toskanischen Archipels

  1. minibares sagt:

    Deine Fotos sind wundervoll, da kommt echt Sehnsucht auf.

  2. restlessjo sagt:

    Fabulous! I passed that way briefly quite a few years ago. 🙂

  3. Tolle Fotos, so klare Luft. Wunderbar.
    Die wilde Begegnung, waren das Mufflons?
    Tun die nichts?

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