aktualisiert 2026
Elba kann man bei einem Toskana-Urlaub nur schwer meiden. Immerhin ist sie die drittgrößte Insel Ialiens und die größte des Toskanischen Archipels. Wer nicht die Zeit hat, ihr einen mehrtägigen Aufenthalt zu widmen, kann sie auf einer eintägigen Minikreuzfahrt erkunden.

Die meisten Urlauber lassen sich von Piombino aus mit einer Fähre („traghetto“) von einer der Gesellschaften Toremar oder BluNavy auf die Insel bringen und bleiben dann einige Nächte. Zu Recht, denn Elba ist definitiv einen eigenen Urlaub wert – hier und hier haben wir einige Elba-Tipps gesammelt. Nun hat leider nicht jeder Zeit, noch eine Woche Elba an den Maremma-Urlaub anzuhängen, weshalb eine eintägige Minikreuzfahrt auf die Insel eine nette Alternative ist.
Spaziergang durch Portoferraio
Die „Minicrociera“ des Veranstalters MareGiglio startet im Hafen von Castiglione della Pescaia – als einer der schönsten Hafenorte der Südtoskana schon mal ein würdiger Ausgangspunkt. Sodann schippert man an der Küste entlang Richtung Norden und hat Gelegenheit, die Badestrände der Maremma zur Abwechslung mal vom Meer aus zu betrachten. Schließlich entfernt sich das Schiff von der Küste und steuert auf die „Schwanzflosse“ von Elba (auf der Landkarte sieht die Insel aus wie ein Fisch) zu. Diese umrundet man und legt schließlich in Portoferraio, dem Hauptort der Insel, an. Bevor Elba als Badeparadies entdeckt wurde, war es vor allem wegen seiner Eisenvorkommen interessant. Daher auch der Name der Hauptstadt: porto = Hafen, ferro = Eisen. Den Anfang mit dem Eisenabbau machten die Etrusker im 8. Jahrhundert v. Chr., und erst 1981 wurde die letzte Mine geschlossen.

Festungen mit Panoramablick
In Portoferraio angekommen, hat man ca. sechs Stunden bis zur Rückfahrt zur freien Verfügung – nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass Elba immerhin sieben Gemeinden hat und 147 km Küstenlänge mit entsprechend vielen Stränden. Um keine Zeit mit Busfahrten zu verlieren, konzentriert man sich am besten auf Portoferraio. Augenscheinlichste Sehenswürdigkeit dort sind die imposanten Burganlagen „Forte Falcone“ und „Forte Stella“, die die Medici im 16. Jahrhundert erbauen ließen zur Verteidigung eben jener wertvollen Erzvorkommen. Ein Spaziergang über die riesigen Befestigungsanlagen lohnt sich nicht nur wegen ihrer Geschichtsträchtigkeit und der Festungsarchitektur. Von den Wehrgängen aus genießt man einen wunderbaren Panoramablick auf den Hafen, auf Portoferraio und auf die umliegenden Strände.

Baden in türkisblauem Wasser
Bei einem Spaziergang durch Portoferraio landet man unweigerlich auf dem stets lebendigen Hauptplatz Piazza Cavour, wo man in einer der Bars, Restaurants oder Eisdielen Rast machen kann. Am Rande der Piazza befindet sich auch das alte Stadttor „Porta A Mare“, aus Angst vor Überfällen auf die Insel einst der einzige Zugang zur Altstadt. Wie der Name schon andeutet, führt es direkt zum Meer. Ein Blick auf die Uhr in der Mitte des Stadttors erinnert an die leider knapp bemessene Zeit auf Elba – höchste Zeit, einen Strand aufzusuchen. Elba ist schließlich für sein kristallklares, türkisblaues Wasser bekannt. „Le Ghiaie“ ist der nächstgelegene, und lässt in dieser Hinsicht keine Wünsche offen. Mit „ghiaie“ sind übrigens die weißen Kieselsteine gemeint, die die eben erwähnte Farbe des Meeres richtig zur Geltung kommen lassen.
Die wichtigsten Infos zur Minikreuzfahrt nach Elba:
- Mai-Sept. jeden Mittwoch und Sonntag
- ca. 6 Std. Aufenthalt auf Elba (Portoferraio)
- Abfahrt von Castiglione della Pescaia um 9:15 Uhr
- Rückkunft in Castiglione della Pescaia um 18:30 Uhr
- Hunde erlaubt (gegen Aufpreis)
- Weitere Infos und Buchung auf minicrocieretoscana.it
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