Es werde Licht: Der 13. Dezember ist der Tag der „Santa Lucia“

Santa Lucia (Quelle: freeimages.com, David Nelson) 3.92/5 (13)

Dass die Italiener rund um Weihnachten und Neujahr ein wenig andere Bräuche haben als die Deutschen, wisst ihr ja bereits: Am 6. Januar kommt statt der Heiligen Drei Könige eine gute Hexe, und an Silvester sind rote Unterwäsche und Linsen Pflicht statt Bleigießen und Fondue. Und während in der Toskana der 6. Dezember als Nikolaustag praktisch bedeutungslos ist, wird eine Woche später, also am 13. Dezember, umso mehr gefeiert. Am 13.12. ist nämlich der Tag der Heiligen Lucia. Mehr dazu

0 1 2 3 4 5

Grosseto, die Hauptstadt der Maremma

Grosseto, Maremma, Toskana 4.71/5 (63)

Na gut, streng genommen ist Grosseto nur die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, dennoch gilt sie als das Zentrum der Maremma. Grund genug für einen Rundgang:

Trotz der immerhin gut 80.000 Einwohner spielt sich das Leben nach wie vor in dem überschaubaren historischen Zentrum ab. Erste und vielleicht bedeutendste Sehenswürdigkeit sind die alten Medici-Stadtmauern aus dem 16. Jh. Sie sind vollständig erhalten und umgeben bis heute den Stadtkern – damals zum Schutz gegen Belagerungen, jetzt gegen den Autolärm. Doch dazu später mehr. Mehr dazu

0 1 2 3 4 5

Lago di Bolsena: schwarze Strände mit blauer Fahne

Capodimonte, Lago di Bolsena 4.89/5 (62)

Bei der Auswahl an Stränden lässt die Maremma kaum Wünsche offen, keine Frage. Dennoch lohnt es sich, zum Baden nicht nur ans Meer zu fahren, sondern auch dem Landesinneren einen Besuch abzustatten. Im Latium-Teil der Maremma, im nördlichsten Eck zwischen der Toskana und Umbrien, liegt der größte Vulkansee Europas, der Lago di Bolsena. Vermutlich entstand er vor etwa 300.000 Jahren, als durch einen gewaltigen Ausbruch sieben Magmakammern in sich zusammenstürzten und der so entstandene 114 km² große Krater sich mit Wasser füllte. Mehr dazu

0 1 2 3 4 5

Maremma-Urlaub im Sommer: 7 Tage, 7 Ausflüge

Insel Giannutri 4.96/5 (26)

Weite Sandstrände, schroffe Felsküsten, heiße Thermalquellen, archäologische Ausgrabungen, mittelalterliche Burgen, verschneite Berggipfel,… Der Süden der Toskana hat eine unheimlich reiche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Damit ihr vor lauter Geheimtipps nicht den Überblick verliert, haben wir die besten für jede Jahreszeit zusammengestellt. Hier unser Vorschlag für eine perfekte Sommerwoche in der Maremma: Mehr dazu

0 1 2 3 4 5

Ostern in Italien und der Maremma: Rieseneier und eine süße Taube

Colomba, Ostern in Italien 3/5 (8)

An Ostern Eier färben und Süßigkeiten suchen? Damit haben Italiener wenig am Hut. Dafür gibt es an „Pasqua“ andere schöne Bräuche – und in der Maremma sogar besonders skurrile.

Colomba, Ostern in Italien
eine Colomba

Ostereier im Riesenformat

Statt sich die Mühe zu machen, kleine Überraschungen im Garten zu verstecken, kaufen die Italiener gleich so große Schoko-Eier, dass man sie unmöglich irgendwo verbergen kann. Die Eier sind nicht nur überdimensioniert und aufwändig verpackt, sondern enthalten meist auch ein Geschenk – sind also sozusagen die XXL-Version von Kinder-Überraschung. Es gibt sogar Ostereier von Spiderman oder Barbie zu kaufen, sodass sich Eltern ein zusätzliches Ostergeschenk gleich sparen können.

Kein Ostern ohne Colomba

Als Essen am Ostersonntag ist auch in Italien Lammfleisch üblich. Als Nachspeise wird traditionellerweise eine „Colomba“ aufgetischt, ein luftiger, trockener Kuchen in – wie der Name schon sagt – Form einer Taube (zumindest annähernd). Die Colomba stammt ursprünglich aus der Lombardei. Über ihre Bedeutung ranken sich mehrere Legenden. Eine davon besagt, dass vor der Schlacht von Legnano im Jahr 1176 bei den siegreichen Lombarden zwei Tauben gelandet seien, was als Zeichen göttlichen Beistands gedeutet wurde. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Colomba erst in den 1930er-Jahren vom Mailänder Süßwarenhersteller Motta erfunden wurde. Denn analog zum Weihnachtsklassiker Panettone sollte auch ein Osterkuchen mit ähnlichem Teig vermarktet und etabliert werden. Der Plan ging offensichtlich auf: Die „Ostertaube“ wird längst in ganz Italien gegessen.

Schoko-Ei, Ostern in Italien
typisches Riesen-Schoko-Ei

Pasquetta, das kleine Ostern

Auch am Ostermontag gibt es Kuchen, aber keinen süßen, sondern einen deftigen: Die „Torta di Pasquetta“ ist eine Art Quiche aus Ricotta, Eiern und Spinat. „Pasquetta“ (oder in der Maremma eher „Pasquino“) ist ein scherzhafter Ausdruck für den Ostermontag („kleines Ostern“). Der wird wesentlich lockerer begangen als der eher festliche Ostersonntag: Man trifft sich mit Freunden zum Picknick im Park und verspeist dabei unter anderem besagte deftige Torte.

Nur in der Toskana: Schiacciata di Pasqua

In der Toskana wird außerdem die „Schiacciata di Pasqua“ gebacken. Der Name kommt vom Wort „schiacciare“ (aufschlagen), weil zur Zubereitung viele Eier aufgeschlagen werden müssen. Eigentlicher Sinn der Schiaccata war sogar, überschüssige Eier auf diese Weise zu verwerten. Die Frauen im Dorf setzen dafür einst Unmengen von Teig an, backten etliche Schiacciate und verschenkten sie an Verwandte, Freunde und Bekannte im Ort. Die Zubereitung kann sich jedoch über mehrere Tage hinziehen, da der Teig sehr lange gehen und immer wieder durchgeknetet werden muss.

Schiacciata di Pasqua, Toskana (Bild: julskitchen.com)
Schiacciata di Pasqua (Bild mit freundlicher Genehmigung von julskitchen.com)

Pflanzen im Keller und Münzen in der Tasche

Neben diesen Traditionen gibt es noch ein paar recht kuriose regionale Bräuche. In Caldana (zwischen Grosseto und Follonica) ist es üblich, extra für Ostern Pflanzen ohne Licht (üblicherweise im Keller) heranzuziehen, sodass ihre Blätter weiß statt grün werden. Damit werden dann die Straßen geschmückt, auf denen die Prozession am Karfreitag stattfindet. Der Wechsel von der Dunkelheit, in der die Pflanzen gediehen sind, ans Licht soll die Auferstehung Christi symbolisieren.

Am Palmsonntag sollte man übrigens darauf achten, immer eine Münze in der Tasche zu haben, um nicht unvorbereitet vom ersten Kuckuck der Saison überrascht zu werden. Einem alten Glauben zufolge wird man nämlich den ganzen Rest des Jahres reichlich Geld haben, solange man nur etwas Bares in der Tasche hat, wenn der erste Kuckucksruf erklingt.

Egal, mit welchen Traditionen ihr Ostern feiert: Maremma Geheimtipp wünscht „buona Pasqua“!

Mehr zu den Spezialitäten der Maremma, Toskana

0 1 2 3 4 5

Butteri – die Cowboys der Toskana

Butteri Maremma Alberese

4.63/5 (19) Ein breitkrempiger Hut, ein langer Ledermantel und ein Lasso, das stets griffbereit am Sattel hängt: Auf den ersten Blick unterscheiden sich die toskanischen „Butteri“ kaum von ihren amerikanischen Kollegen, den Cowboys. Mehr dazu

0 1 2 3 4 5

Karneval in der Maremma: Mit Lagunenblick oder Mittelalter-Atmosphäre

Karneval Toskana

5/5 (4) Auch in der Maremma sind zur Karnevalszeit natürlich die Narren los. Etliche Dörfer veranstalten Umzüge, die sich im Wesentlichen nicht groß von dem unterscheiden, was man in Deutschland unter Fasching oder Karneval versteht: Aufwendig gestaltete Wagen ziehen durch mit angeheiterten und größtenteils verkleideten Menschen gesäumte Straßen. Mehr dazu

0 1 2 3 4 5

Gute Hexe statt heilige Könige: Festa della Befana

la befana

4.5/5 (2) Der 6. Januar ist sowohl in Deutschland als auch in Italien der letzte Tag der Weihnachtsferien. Doch während man in Deutschland den Tag als Dreikönigstag kennt, an dem Sternsinger die Häuser segnen, ist er in Italien der Festtag der guten Hexe „Befana“. Mehr dazu

0 1 2 3 4 5

Der Tag der roten Unterhose: Silvesterbräuche in Italien

Rote Unterwäsche zu Silvester

4.92/5 (13) Fondue und Bleigießen – was in Deutschland zum Silvesterabend gehört wie der Milchschaum zum Cappuccino, kennt in Italien niemand. Dafür gibt es eine ganze Reihe mindestens genauso liebenswürdiger Traditionen, um das neue Jahr zu begrüßen. Mehr dazu

0 1 2 3 4 5